Was ist Troponin?
Das Zusammenziehen und Entspannen der Muskeln wird durch das Ineinandergleiten verschiedener Eiweißstrukturen ermöglicht. Eine dieser Eiweißstrukturen ist das Troponin. Typisch für den Herzmuskel sind das kardiale Troponin I und das kardiale Troponin T (kardial: griechisch „das Herz betreffend“). Werden Muskelzellen des Herzens geschädigt, tritt Troponin ins Blut über.
Wann wird es bestimmt?
Der Arzt bestimmt das Troponin im Blut vor allem dann, wenn der Verdacht auf einen Herzinfarkt besteht. Bei einem Herzinfarkt stirbt Herzmuskelgewebe ab – meist infolge einer Gefäßverstopfung, die einen Teil des Herzmuskels von der Blutzufuhr abschneidet. Schon kleinste Schäden des Herzmuskels führen zu einem Anstieg des kardialen Troponins im Blut, das daher als wichtigster Laborwert in der Infarktdiagnostik gilt.
Welcher Wert ist normal?
Im Blut gesunder Menschen kommt kardiales Troponin nicht vor. Messtechnisch bedingt können allerdings geringfügige Mengen von Troponin T und Troponin I nachweisbar sein: Troponin T bis ca. 0,1 μg/l (Mikrogramm pro Liter), Troponin I bis ca. 0,028 μg/l.
Neben dem Troponin gibt es noch andere Laborwerte, die sich zur Erkennung eines Herzinfarktes eignen (z. B. das Herzmuskelenzym CK-MB). Troponin besitzt allerdings die höchste Aussagekraft.
Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.
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13.02.2007, aktualisiert am 21.12.2011
Bildnachweis: W&B/ Ulrike Möhle
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