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Thrombozyten: Die Blutplättchen

Thrombozyten spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung

Was sind Thrombozyten?

Die Blutplättchen gehören wie die weißen (Leukozyten) und roten Blutkörperchen (Erythrozyten) zu den zellulären Bestandteilen des Blutes. Sie sehen aus wie kleine Scheibchen und besitzen keinen Zellkern.

Thrombozyten sind ein wichtiger Bestandteil des Gerinnungssystems. Schneiden wir uns beim Zwiebelhacken in den Finger, fängt die Wunde schnell an zu bluten. Jetzt kommt das Gerinnungssystem ins Spiel. Durch die Verletzung des Gefäßes werden die Blutplättchen angelockt. Mit Hilfe bestimmter Gerinnungsfaktoren vernetzen sie sich und bilden einen Blutpfropfen, der die Wunde abdichtet.


Wann sind die Thrombozyten vermehrt?

Eine erhöhte Thrombozytenzahl kommt unter anderem vor:

•    in Verbindung mit schweren Entzündungen
•    nach Entfernung der Milz
•    nach großen Blutverlusten zum Beispiel im Rahmen von Operationen
•    bei Erkrankungen des Knochenmarks (zum Beispiel Thrombozythämie)


Wann sind die Thrombozyten vermindert?

Eine erniedrigte Thrombozytenzahl kommt unter anderem vor bei:

•    Erkrankungen des Knochenmarks (zum Beispiel Leukämie)
•    Vitamin B12- oder Folsäuremangel
•    Einnahme bestimmter Medikamente (unter anderem Chemotherapeutika)
•    Autoimmunkrankheiten (beispielsweise der Morbus Werlhof, bei dem meist Antikörper gegen Blutplättchen vorliegen)
•    Starker Verbrauch von Thrombozyten


Welche Thrombozytenzahl ist normal?

140 bis 360 Tausend/μl

In Kürze:

Die Thrombozyten sind für die Blutgerinnung wichtig. Sind sie erhöht oder erniedrigt, kann das auf verschiedene Erkrankungen hindeuten. Auf erniedrigte Thrombozytenzahlen oder Funktionsstörungen der Blutplättchen können punktförmige (petechiale) Einblutungen in der Haut hindeuten. Beobachtet man solche Einblutungen, sollte man seine Thrombozytenwerte überprüfen lassen.


Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.



www.apotheken-umschau.de; 16.12.2008, aktualisiert am 26.06.2010

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