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Proteinurie: Eiweiß im Urin

Von einer Proteinurie spricht man, wenn Eiweiß (Protein) im Urin nachgewiesen wird

Was heißt Proteinurie?
Von einer Proteinurie spricht man, wenn Eiweiß (Protein) im Urin nachgewiesen wird. Der Urin wird in den Nierenkörperchen, von denen in jeder Nierenrinde etwa eine Million sitzen, aus dem Blut abgefiltert (siehe Grafik unten). Normalerweise gelangen nur kleinste Eiweißteilchen in den Urin (v. a. Albumin). Bei einem Nierenschaden gelangen mehr und größere Eiweiße in den Urin.

Wie wird die Proteinurie gemessen?
Die Eiweißausscheidung lässt sich mit Teststreifen messen, die in den Urin getaucht werden. Für den Nachweis kleiner Eiweißmengen (20 bis 200 mg/l) sind spezielle Teststreifen nötig. Ist der Test positiv, wird zur Kontrolle eine laborchemische Untersuchung empfohlen. Damit kann zwischen einer Mikroalbuminurie (20 bis 200 mg/l) und Makroalbuminurie (über 200 mg/l) unterschieden werden.



Übersicht eines Nierenkörperchens: Wenn Sie auf die Lupe klicken, sehen Sie ein Übersichtsbild vom Nierenkörperchen

Warum wird Eiweiß im Urin gemessen?
Die Untersuchung des Urins auf Eiweiß dient vor allem der Früherkennung von Nierenschäden, z. B. infolge eines Diabetes. Sie wird mindestens einmal jährlich empfohlen. Ein diabetischer Nierenschaden ist anzunehmen, wenn zwei Tests im Abstand von 2 bis 4 Wochen eine Eiweißkonzentration über 20 mg/l ergeben. Allerdings können auch akute Erkrankungen wie z. B. Harnwegsinfekte die Eiweißausscheidung vorübergehend erhöhen.   

In Kürze: Der Nachweis von Eiweiß (Protein) im Urin hilft dabei, einen diabetesbedingten Nierenschaden im Frühstadium zu erkennen. Der Test wird daher einmal jährlich empfohlen.


In den Nierenkörperchen (zu sehen, wenn Sie auf die Lupe klicken, um die Vergrößerung zu wählen) werden harnpflichtige Stoffe und Flüssigkeit aus dem Blut in den Urin abgefiltert.

 

Kleine Eiweiße können in den Harn gelangen, größere erst bei einer Schädigung der Membran.


Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.



www.apotheken-umschau.de; 22.05.2006, aktualisiert am 26.06.2010
Bildnachweis: W&B/ Jörg Neisel

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