Was ist Magnesium?
Neben Kalium ist es das wichtigste Kation (also ein positiv geladenes Teilchen, Mg2+) in allen lebenden Zellen. Magnesium beeinflusst insgesamt über 300 Enzyme und nimmt auf diesem Wege Einfluss auf die Zellregeneration, Sauerstoffnutzung und Energiegewinnung. Außerdem stabilisiert Magnesium biologische Membranen. Es wird auch als Medikament genutzt.
Warum wird die Magnesium-Konzentration gemessen?
Das bekannteste Anzeichen eines Magnesium-Mangels sind Krämpfe der Gliedmaßenmuskulatur, z.B. Wadenkrämpfe. Ausgeprägter Mangel kann zu Störungen der Bewegungskoordination führen. Auch Herzrasen, Müdigkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Durchfall können auf einen zu niedrigen Bestand hinweisen.
Als Anzeichen einer Magnesium-Überbelastung können Muskelschwäche, Verminderung und Ausfall der Muskelreflexe, Blasenfunktionsstörungen und Verstopfung, Dämpfung der Atmung und der Herz-Kreislauftätigkeit auftreten. Dies kommt allerdings fast ausschließlich als Komplikation bei Patienten mit schwerem Nierenversagen vor.
Wie hoch sind die Normalwerte?
Serum: 0,7 bis 1,1 mmol/l
Urin: 3 bis 5 mmol/24 h
In Kürze: Das lebenswichtige Mineral Magnesium kann unser Körper nicht selber herstellen. Also muss es, um seine vielfältigen Aufgaben zu erfüllen, über die Nahrung aufgenommen werden. Ein Mangel kann auf eine Krankheit des Magen-Darm-Traktes hinweisen, aber auch durch hormonelle Störungen, ständiges starkes Schwitzen oder Medikamentenwirkungen ausgelöst werden. Eine Überladung des Körpers kommt fast nur bei schwerer Einschränkung der Nierenfunktion vor.
Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.
www.apotheken-umschau.de; 29.05.2008, aktualisiert am 21.12.2011
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