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Harnsäure: Endprodukt des Purinstoffwechsels

Harnsäure wird über die Nieren ausgeschieden. Ist die Konzentration zu hoch, so kann das auf einen Nierenschaden hinweisen

Was ist Harnsäure?
Harnsäure entsteht als Endprodukt des Purinstoffwechsels. Purine sind Bausteine der Nukleinsäuren, aus denen die Erbinformation in den Körperzellen besteht. Gehen Zellen zugrunde, baut der Organismus DNA (Desoxyribonukleinsäure) und RNA (Ribonukleinsäure) zu Harnsäure ab. Der größte Teil der Harnsäure wird über die Niere ausgeschieden.

Wann steigt der Wert?
Durch die Aufnahme purinreicher Mahlzeiten (Fleisch, Innereien) steigt auch der Harnsäurespiegel im Blut. Ebenso steigen die Werte, wenn vermehrt Körperzellen zugrunde gehen, beispielsweise auch im Rahmen einer Krebstherapie. Bei Nierenfunktionsstörungen kann die Harnsäure nicht mehr ausreichend ausgeschieden werden und reichert sich daher ebenfalls im Blut an. Steigt die Konzentration auf zu hohe Werte, können sich Harnsäurekristalle in den Gelenken ablagern und entzündliche Reaktionen auslösen (Gichtanfall).


Welcher Wert ist normal?
Als normal gelten folgende Harnsäure-Werte im Blutserum: Männer: bis 7,2 mg/dl (bis 428 μmol/l), Frauen: bis 6 mg/dl (bis 357 μmol/l). Eine spezielle Beobachtung des Harnsäurespiegels ist notwendig zur Kontrolle einer Gichterkrankung, einer Nierenfunktionsstörung, sowie zur begleitenden Kontrolle während einer Krebstherapie.

In Kürze:
Harnsäure entsteht beim Abbau von Purinen. Erhöhte Werte weisen häufig auf eine Nierenfunktionsstörung hin.


Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.



Christian Krumm / www.apotheken-umschau.de; 12.06.2008, aktualisiert am 21.12.2011

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