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Der Leberwert Gamma-GT (GGT)

Ein Anstieg dieses Werts kann auf eine Erkrankung der Leber oder der Gallengänge hinweisen


Die Gamma-GT stammt aus den Gallengängen (im Bild grün)

Was ist die Gamma-GT?
Die Gamma-GT (GGT, Gamma-Glutamyl-Transferase) ist ein Enzym, das an Stoffwechselprozessen beteiligt ist. Die im Blut gemessene GGT stammt aus den Zellen der Gallengänge (die Gallengänge leiten die in der Leber gebildete Gallenflüssigkeit in die Gallenblase, von wo sie in den Darm abgegeben wird, um die Verdauung zu unterstützen).  

Warum wird die Gamma- GT gemessen?
Die GGT zählt, ebenso wie die Transaminasen ALT und AST, zu den „Leberwerten“. Ärzte bestimmen die Höhe der GGT im Blut, wenn sie den Verdacht auf eine Erkrankung der Leber oder der Gallenwege haben, wenn sie zwischen verschiedenen Erkrankungen der Leber oder der Gallenwege unterscheiden wollen oder wenn der Verdacht auf Alkoholmissbrauch besteht. Letzteres ist einer der häufigsten Gründe für eine Erhöhung der Gamma-GT.


Wie hoch sind die Normalwerte?
Normalerweise befindet sich nur sehr wenig GGT im Blut. Abhängig von der Labormethode liegt der Normalbereich (Units pro Liter: U/l) etwa bei:

Männer: bis 60 U/l
Frauen: bis 40 U/l

Eine erhöhte GGT erlaubt nicht die Diagnose einer bestimmten Leber- oder Gallenwegserkrankung. Allerdings gibt das Ausmaß des GGT-Anstiegs, vor allem in Verbindung mit der Höhe anderer Leberwerte, Hinweise auf die zugrunde liegende Störung (z. B. Leberentzündung, Alkoholismus).  

In Kürze: Die Gamma-GT ist ein Enzym, das an Stoffwechselprozessen beteiligt ist. Die im Blut gemessene GGT stammt aus den Gallengängen der Leber. Ein Anstieg der GGT gibt dem Arzt Hinweise auf eine Erkrankung der Leber oder der Gallengänge.


Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.



www.apotheken-umschau.de; 18.07.2006, aktualisiert am 26.06.2010
Bildnachweis: W&B/ Szczesny

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