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Ferritin: Speichereiweiß für Eisen

Freies Eisen ist für den Organismus giftig. Daher wird das in den Zellen gespeicherte Eisen von einem Eiweißkomplex umhüllt, dem Ferritin

Was ist Ferritin?
Der menschliche Körper speichert etwa drei bis fünf Gramm Eisen. Davon sind 70 Prozent an den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) gebunden, der größte Teil des Rests ist in den Zellen (vor allem von Leber, Milz und Knochenmark) gespeichert oder an bestimmte Enzyme gekoppelt, die Eisen für ihre Funktion benötigen.


Weil freies Eisen für den Organismus giftig ist, wird in den Zellen gespeichertes Eisen von einem Eiweißkomplex umhüllt, dem Ferritin. Da ein geringer Teil des Ferritins ins Blut übertritt, hilft die Ferritin-Bestimmung dabei, einen Eisenmangel des Körpers zu erkennen.


Wann ist Ferritin erhöht?
Ferritin ist unter anderem erhöht bei:
Eisenüberladung, z.B. infolge einer Eisentherapie oder nach mehreren Bluttransfusionen, bei Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose), Infektionen, Entzündungen, Rheuma, Tumoren und auch bei Leukämien

Wann ist Ferritin erniedrigt?
Ferritin ist erniedrigt bei:
Eisenmangel (häufige Ursache: chronische Blutungen, z.B. aus einem Magengeschwür; zu geringe Eisenaufnahme mit der Nahrung, Schwangerschaft)

Welcher Ferritin-Wert ist normal?
Männer: 20 bis 250 μg/l
Frauen: 10 bis 120 μg/l
(im Alter steigen die Grenzwerte)

In Kürze:
Ferritin ist das Speichereiweiß für Eisen, das in freier Form für den Organismus giftig ist. Die Ferritin-Bestimmung dient dazu, einen Eisenmangel zu erkennen. In Kombination mit anderen Laborwerten gibt die Höhe des Ferritin-Spiegels auch Hinweise auf andere Krankheiten wie Entzündungen oder Tumore.


Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.



Dr. Andreas Baum / www.apotheken-umschau.de; 09.06.2008, aktualisiert am 21.12.2011

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