Was ist die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)?
Wird eine Blutprobe längere Zeit stehen gelassen, so setzen sich die roten Blutkörperchen ab. Wenn sich im Körper ein entzündlicher Prozess abspielt, dann geschieht das beschleunigt.
Welcher Wert ist normal?
Bestimmt wird die BSG in einem nach dem Arzt Alf Westergren benannten Verfahren. Normal für Männer unter 50 Jahre ist eine Blutsenkung bis 15 Millimeter pro Stunde, für Männer über 50 Jahre bis 20 Millimeter pro Stunde. Normal ist eine BSG bei Frauen unter 50 Jahren bis 20 Millimeter pro Stunde, bei Frauen über 50 Jahren bis 25 Millimeter pro Stunde.
Wann steigt der Wert?
Jede Art von Entzündung lässt die BSG ansteigen. Der Grund ist wohl, dass bestimmte Entzündungseiweiße im Blut vorhanden sind, die die roten Blutkörperchen zusammenballen, so dass sie sich schneller absetzen.
Kurz gesagt:
Die BSG ist ein unspezifischer Test auf entzündliche Vorgänge im Körper. Wegen der begrenzten Aussagekraft ist das Verfahren heute vielfach durch andere Tests, etwa die CRP-Bestimmung (C-reaktives Protein), ersetzt.
Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.
Dr. Martin Allwang / www.apotheken-umschau.de; 09.06.2008, aktualisiert am 21.12.2011
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