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Antithrombin III (AT3)

Das Eiweiß AT3 schützt uns als natürlicher Gerinnungshemmer vor Thrombosen

Was ist Antithrombin III (AT3)?
Der Eiweißstoff Antithrombin III ist ein wichtiger Regulator der Blutgerinnung. Er hemmt die Aktivität mehrerer Gerinnungsfaktoren, vor allem des Gerinnungseiweißes Thrombin und schützt so vor ungewollten Blutgerinnseln (Thrombosen).

Welcher Wert ist normal?
Beim Gesunden liegt der Blutspiegel zwischen 80 und 120 Prozent des Normalwerts.


Wann steigt der Wert?
Erhöhte AT3-Werte finden sich bei Patienten, die gerinnungshemmende Mittel einnehmen, bei manchen Gallenerkrankungen, aber auch ohne krankhafte Ursache. Eine erhöhte AT3-Aktivität ist diagnostisch nicht relevant.

Wann ist der Wert zu niedrig?
Wenn die Bildung in der Leber aufgrund einer Lebererkrankung vermindert ist, sinkt der Blutspiegel. Daneben gibt es Menschen, bei denen die AT3-Bildung aufgrund der genetischen Veranlagung reduziert ist. Betroffene haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Thrombosen.

Daneben lassen alle Krankheiten den AT3-Spiegel abfallen, die zu einem erhöhten Verbrauch des Gerinnungshemmers führen, etwa wenn bei einer Blutvergiftung, Tumoren, Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen die Blutgerinnung außer Kontrolle gerät (sogenannte Verbrauchskoagulopathie). Die Einnahme der Pille kann die AT3-Konzentration reduzieren, ebenso wie Blutungen, schwere Verletzungen oder Nierenschäden mit Eiweißverlust.

Kurz gesagt:
Antithrombin III verhindert die Bildung gefährlicher Thrombosen im Körper. Eine Reihe von Erkrankungen können den Wert absinken lassen, was mit einem erhöhten Risiko für Thrombosen oder Embolien einhergehr.

 


Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.



Dr. Martin Allwang / www.apotheken-umschau.de; 09.06.2008, aktualisiert am 21.12.2011

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