So ähnlich wie der stachelige Rücken eines Igels sehen die Blütenköpfchen des Sonnenhuts aus. Daher auch sein lateinischer Name Echinacea, welcher sich vom griechischen echinos (Igel) ableitet.
Sonst hat die Pflanze aber nichts mit Griechenland zu tun, denn sie wächst im "wilden Westen", also in Nordamerika. Für die indianischen Stämme war der Sonnenhut eine wichtige Heilpflanze: Sie kauten das Kraut bei Zahnweh, rieben es bei Wunden und Insektenstichen auf die Haut und tranken es bei Schlangenbissen. Ein Deutscher namens Meyer wurde Ende des 19. Jahrhunderts auf den Sonnenhut aufmerksam und braute aus der Pflanze "Meyers Blutreiniger". Das Mittel erlebte einen wahren Boom.
Irgendwann schwappte der Sonnenhut, besser bekannt unter Echinacea, auch nach Europa. Heute ist die Heilpflanze in zahlreichen Fertigpräparaten enthalten: Sie soll das Immunsystem stärken und so lästigen Husten und Schnupfen mildern.
Dr. Martina Melzer / www.apotheken-umschau.de;
05.08.2005, aktualisiert am 20.07.2010
Bildnachweis: W&B/Annette Falck
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