Rosmarin ist in erster Linie als Gewürz bekannt. Es passt zu Fleisch und Fisch, verfeinert aber auch Beilagen wie Kartoffeln. Was viele Menschen nicht wissen: Rosmarin ist ein Symbol für Treue und Liebe. Schon im antiken Griechenland wurde das würzige Gewächs der Liebesgöttin Aphrodite geweiht. Früher trugen Hochzeitspaare ein Sträußchen oder Kränzchen mit Rosmarinzweigen. Es versprach eine glückliche Ehe. Und selbst bei Bestattungen legten die Trauernden einst einen Rosmarinzweig auf den Sarg. Als Heilkraut spielt die aromatische Pflanze erst seit dem Mittelalter eine Rolle – sie diente als anregendes und stärkendes Mittel.
Wie sieht die Heilpflanze aus und wo kommt sie vor?
Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist ein würzig riechender, immergrüner Strauch, der bis zu zwei Meter hoch wird. Er besitzt schmal-lanzettliche Blätter, die an den Rändern leicht eingerollt sind. Ihre Oberseite glänzt und ist dunkelgrün gefärbt, die Unterseite ist filzig behaart. Zwischen den dichten Blättern befinden sich kleine, blassblau bis blauviolett gefärbte Blüten. Sie bestehen aus einer Ober- und einer Unterlippe. Rosmarin gehört zu den Lippenblütlern (Lamiaceae) und blüht zwischen Mai und September, teils auch ganzjährig. Er stammt aus dem Mittelmeergebiet und gedeiht an sonnigen, trockenen Plätzen.
Welche Pflanzenteile und Inhaltsstoffe werden verwendet?
Als pflanzliche Medizin kommen die Rosmarinblätter zum Einsatz beziehungsweise das darin enthaltene Rosmarinöl. Es setzt sich vorwiegend aus den Substanzen 1,8-Cineol, Kampfer und alpha-Pinen zusammen. Daneben kommen Bitterstoffe wie Carnosolsäure vor und Lamiaceengerbstoffe, zum Beispiel Rosmarinsäure.
Was bewirken die Inhaltsstoffe? Wogegen hilft die Heilpflanze?
Wer Rosmarin als Gewürz verwendet, kann zweierlei Effekte genießen: Erstens das charakteristische Aroma. Zweitens beugt Rosmarin Blähungen und Völlegefühl vor, die sich nach einer deftigen Mahlzeit einstellen können.
Rosmarinöl enthält Substanzen, die die Durchblutung in der Haut anregen und den Kreislauf ankurbeln. Ein Bad mit Rosmarinöl wirkt belebend und weckt müde Geister auf. Wer Zubereitungen des ätherischen Öls in die Haut einmassiert, kann verspannte Muskeln etwas lockern. Das hilft vorübergehend bei Beschwerden wie Muskelkater und Rückenschmerzen.
Wichtige Hinweise:
Wenden Sie Rosmarinöl nur in verdünnter Form an. Sonst kann es zu Hautreizungen kommen. Menschen mit empfindlicher Haut können mit Rötungen reagieren.
Verwenden Sie Rosmarin als Badezusatz, achten Sie auf die richtige Dosierung. Leiden Sie beispielsweise an einer Herzschwäche, haben Sie starke Kreislaufbeschwerden, Krampfadern, einen fieberhaften Infekt oder ein Hautleiden, dann klären Sie die Anwendung vorher mit Ihrem Arzt ab.
Babys und Kleinkinder sollten nicht mit Rosmarinöl in Kontakt kommen. Gelangt es an Mund oder Nase, können die Kleinen mit Atemnot reagieren.
Tipp: Lassen Sie sich zu Dosierung und Anwendung in der Apotheke beraten.
www.apotheken-umschau.de;
29.09.2008, aktualisiert am 02.04.2012
Bildnachweis: W&B/Martin Ley
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung