Ehepaar Schmidt fährt in den Skiurlaub. Beim Verabschieden erkundigt sich die fürsorgliche Haushälterin: "Soll ich die Post dann wie jedes Jahr ins Krankenhaus nachschicken?"
Damit es Ihnen nicht wie den Schmidts ergeht, haben wir, zusammen mit Andreas König, dem Sicherheitsexperten vom Deutschen Skiverband (DSV), die wichtigsten Punkte für Ihre Vorbereitung zusammengefasst:
Immer im Training bleiben
Grundvoraussetzung für sicheres Skilaufen ist eine ganzjährige körperliche Fitness. "Den Sommer über können Sie Ihr Herz-Kreislaufsystem mit Radfahren, Joggen oder Bergwandern trainieren", rät König.
Skigymnastik, ein bis zwei Monate vor Beginn der Saison, fördert zusätzlich die Muskelkraft der Beine und die gesamte Koordinationsfähigkeit.
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Ausrüstungs-Check
Die "Hart-Ware", wie König sagt, muss jährlich einem professionellen Check unterzogen werden. Das bedeutet, gehen Sie mit Ihren Skiern und Schuhen in den Fachhandel. Dort checken die Profis mit einem Prüfgerät, ob sich die Bindung bei einem Sturz öffnet und stellen auch sicher, dass dies nicht schon während der Fahrt passiert. Dabei werfen sie auch ein Blick auf den Skischuh.
Zusätzlich sollten sie Ihre Bretter wachsen und die Kanten nachschleifen lassen. Ob bei den Stöcken die Teller vorhanden sind oder ob die Stecken verbogen sind können Sie selber überprüfen. Mitarbeiter in einem guten Fachhandel können Ihnen auch sagen, ob Ihr Skihelm noch gebrauchsfähig ist. Nehmen Sie ihn zum Check mit.
Bei Kindern müssen Sie zusätzlich nachschauen, ob die Ausrüstung noch der Größe, dem Gewicht und der Schuhgröße entspricht.
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Kleidung überprüfen
Ihre Kleidung sollten Sie am besten ein paar Tage vor dem ersten Skiausflug checken. Ist noch alles vorhanden? Sind die Sachen noch heil? Und auch sauber? Vielleicht haben die Klamotten beim letzten Hüttenbesuch ja aus Versehen einen Senfklecks abbekommen.
Wichtig ist auch die Sonnenbrille. Kratzer? Gebrochener Bügel? Zusätzlich sinnvoll: eine funktionsfähige Schneebrille. Außerdem brauchen Sie Handschuhe, eventuell einen Schal oder Schlauchschal und bei sehr tiefen Temperaturen vielleicht sogar eine Skimaske. Vergessen Sie nicht Sonnencreme mit einem ausreichend hohen Lichtschutzfaktor.
Alles was fehlt, kaufen Sie zu Hause in der Regel günstiger ein als im Skiort.
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Auswahl des Skigebietes
"Das schwächste Mitglied der Gruppe bestimmt den Schwierigkeitsgrad", mahnt König. Mit Kindern oder Anfängern bietet sich wahrscheinlich ein anderes Tal an als mit einer Gruppe von Profiläufern. Auch Tempo und Pistenauswahl müssen sich nach dem langsamsten und unsichersten Skifahrer richten.
Regelmäßige kurze Pausen sind notwendig, damit erschöpfte Schneesportler wieder zu Kräften zu kommen. Also nicht gleich weiterdüsen, wenn der Langsamste endlich die Gruppe aufgeholt hat.
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Überblick verschaffen und Notruf-Nummern einspeichern
An der Talstation steht in fast allen Skigebieten eine große Panoramatafel, die den Läufern einen Überblick über das gesamte Gebiet ermöglicht. "Suchen Sie sich für die erste Abfahrt eine leichte Piste aus. Steigern kann man sich immer noch", rät König. Sinnvoll ist es auch, eine kleine Übersichtskarte für die Tasche einzustecken. Die bekommt man in der Regel am Lifthäuschen.
Außerdem findet man auf den Karten auch die Notrufnummern des Skigebietes. Besonders gut organisierte Sportler speichern diese zu Beginn des Skitages gleich ins Handy ein. Sicher ist sicher.
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Aufwärmen
Am besten wärmen Sie sich vor der ersten Abfahrt mit ein paar Gymnastikübungen auf. "Wem das zu peinlich ist, der kann das Aufwärmen auch bei der Fahrt erledigen", so König.
Einfach ganz langsam beginnen und viele Pausen einplanen. So kann sich das Herz-Kreislaufsystem an die Höhe und die Belastung gewöhnen und die Muskeln werden geschmeidiger.
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Erste-Hilfe-Ausrüstung
Wenn doch einmal etwas passiert, dann ist ein kleines Erste-Hilfe-Paket sehr hilfreich. "Da sollten eine Rettungsdecke, sterile Wundauflagen, Pflaster und eine Mullbinde drin sein", erklärt König. Übrigens: Die Rettungsdecke ist eine sehr dünne, metallbeschichtete Folie und lässt sich winzig zusammenfalten. Keine Sorge, Sie sollen keine dicke Wolldecke mit sich herumtragen.
Tipp: Eine solche Ausrüstung bekommen Sie in der Apotheke.
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Versicherung
Vor der Skisaison lohnt es sich abzuklären, wie gut Sie versichert sind. Und für welchen Fall. Wenn der Hubschrauber kommen muss, kann das sehr teuer werden. "Der DSV bietet zum Beispiel eine Skiversicherung an. Diese umschließt Bergungskosten, eine Haftpflicht, wenn man selber mal etwas verschuldet und auch eine Geräteversicherung, die bei kaputten oder geklauten Skiern greift", empfiehlt König.
Vergleichen Sie verschiedene Angebote und überprüfen Sie, welche Versicherung für Ihre Bedürfnisse die sinnvollste ist.
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Rucksack packen
Wenn Sie einen Tagesausflug planen, dann packen Sie am besten schon am Vorabend einen kleinen Rucksack. Sinnvoll sind beispielsweise Wechselhandschuhe, vor allem für Kinder. Und vielleicht auch eine zusätzliche Mütze. Dann kann man den Helm auf der Hüttenterrasse absetzen und muss trotzdem nicht frieren.
In der Höhe sollten Sie darauf achten immer ausreichend zu trinken. "Am besten alkoholfreie, isotonische Getränke. Zum Beispiel Apfelschorle", rät König. Aber bitte kein Bier. Auch eine kleine Brotzeit passt in den Rucksack.
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Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de;
10.01.2012
Bildnachweis: Fotolia/Alexey Fursov
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