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Perfekt vorbereitet in den Skiurlaub

Körperliche Fitness, gute Ausrüstung, das geeignete Skigebiet – und schon geht der Spaß auf der Piste los


"Skifoan"! Ein Vergnügen für Groß und Klein

Blitzblauer Himmel, glitzernde Pisten. Die Luft riecht nach Frost und unter den Skiern knirscht der Schnee. Wintersport kann so genial sein. Wo sonst liegen Kalorienverbrennung und pure Lebensfreude derart dicht beieinander? Und nach dem Geschwindigkeitsrausch wartet die Belohnung schon auf der gemütlichen Holzhütten.

Um den Schneespaß in vollen Zügen genießen zu können, sollten Sie die Bretter bereits mit einer gewissen Grundfitness besteigen. Zur Vorbereitung eignen sich vor allem Ausdauersportarten. Zum Beispiel Joggen, Fahrradfahren oder Inlineskaten. Kluge Skihasen beginnen mit dem Training spätestens zwei Monate vor der ersten Abfahrt. Betagtere Skisport-Neulinge besprechen die kalten Pläne am besten im Vorfeld einmal kurz mit ihrem Arzt.


Wer erst den Skiurlaub dafür nutzen will, den Körper auf Vordermann zu bringen, der verdirbt sich leicht den Spaß. Denn mangelnde Kondition, schwache Muskeln oder Ungelenkigkeit steigern das Verletzungsrisiko deutlich. Wichtig ist auch ein gutes Balancegefühl. Das können Sie zum Beispiel super mit Skigymnastik trainieren.

"Insgesamt sind in den letzten 30 Jahren die Anzahl der Skiunfälle um rund 44 Prozent zurückgegangen", so Norbert Höflacher, Geschäftsführer des Deutschen Skiverbandes. Das haben wir zum einen dem veränderten Risikobewusstsein der Wintersportler zu verdanken, aber vor allem auch den verbesserten Materialien.

Ein ordentliches Ski-Equipment ist also sinnvoll und notwendig. Bei der Auswahl von Brettern, Schuhen und Bindung lassen Sie sich am besten im Sportfachgeschäft beraten. Kleiner Finanztipp: In der Heimat zahlen Sie oft weniger als im Geschäft neben der Piste. In größeren Städten ist die Konkurrenz meist größer, das wirkt sich auch auf die Preise aus.

Anfänger tun sich übrigens mit kürzeren Skiern leichter. "Damit lassen sich die Bögeli einfach besser meistern", so Florian Kelm, begeisterter Hobby-Skiläufer aus Zürich. Nachdem ein paar Jahre lang die Carver als Nonplusultra unter der Schneebrettern galten, gibt es mittlerweile auch die sogenannten Rocker-Ski. Bei diesen Modellen sind beide Enden leicht nach oben gebogen. Das soll das Drehen und Aufkanten erleichtern.

Viele Untersuchungen gibt es zu Skihelmen. Die sind durchweg positiv, jedenfalls solange man das richtige Modell auf dem Haupt sitzen hat. Kopfverletzungen sind im Skisport übrigens deutlich zurückgegangen. Martina Ertl-Renz (fünffache WM- und Olympia-Medaillengewinnerin): "Ich gehe nie mehr ohne Helm auf die Piste. Das gilt für meine Kinder. Und das rate ich auch allen anderen Menschen."

Wenn Sie sich einen Helm zulegen, dann ist es sinnvoll, Ihre Schneebrille und Skijacke mitzunehmen. So laufen Sie nicht Gefahr, dass die einzelnen Ausrüstungsgegenstände sich ineinander verhaken oder dass sie – im Fall von Brille und Helm – nicht perfekt abschließen oder gar drücken.

Nächster Checkpunkt: die Anreise. Viele Skigebiete haben eine gute Anbindung an Bus und Bahn. Dafür haben die Tourismusämter in der Regel gesorgt. Diese Variante ist sicherlich die umweltfreundlichste, kann aber auch zur nervenaufreibenden Odyssee werden – bei der Papis acht Arme für Taschen, Skier, Teddys, Kinder, Stullen und Helme mitunter nicht genügen.

Bequemer ist die Anreise mit dem eigenen Auto. Hierbei macht es allerdings Sinn, im Vorfeld zu überprüfen, ob Sie auch die Skier der ausgewachsenen Reiseteilnehmer transportieren können, ohne das Schiebedach zu missbrauchen. Die Auto-Variante bietet übrigens auch die Möglichkeit, ein paar Lebensmittel mit in den Skiort zu transportieren. Familien mit vielen hungrigen Pistenbären können so sicherlich ein paar Euro sparen. Das funktioniert natürlich nur, wenn Sie sich in einer Ferienwohnung einquartiert haben.

Alternativ bieten die meisten Skiorte auch Hotels oder Pensionen. Dort bekommen Sie morgens bequem das Frühstück serviert. Ein weiterer nicht zu verachtender Luxus ist das täglich gereinigte Badezimmer oder oft auch ein beheizter Skikeller. Diese Annehmlichkeiten haben natürlich ihren Preis. Unser Finanztipp: je weiter das Übernachtungslager vom Lift entfernt liegt, desto günstiger wird es. In der Regel gibt es Skibusse, die die schneeheiße Meute jeden Morgen zur Gondel kutschieren.

Zuletzt stellt sich die Frage: Wohin soll es denn eigentlich gehen? Anfänger brauchen flache Hänge und breite Pisten. Bessere Skiläufer werden sich in solch einem Gebiet schnell langweilen. Snowboarder freuen sich meistens über einen Funpark, in dem sie Sprünge üben können. Familien mit Kindern oder ältere Wintersportler haben meistens andere Anforderungen an die dorfinterne Gastronomie als Jugendgruppen.

Außerdem lohnt es sich im Vorfeld zu recherchieren, was der Skipass kostet. Manchmal gibt es Ausweise für ein bestimmtes Gebiet, ein Aufpreis befähigt Sie unter Umständen zur Mitbenutzung benachbarter Pisten. Sicher und bequem fahren Sie mit einem Rundum-Sorglos-Paket, das verschiedene Reiseveranstalter im Angebot haben. Damit decken Sie dann An- und Abreise, Wohnen und den Skipass ab. Mit Sicherheit lohnt es sich aber nachzurechnen, ob sich eine solche Kombination auszahlt.

Auch wenn es tatsächlich viele Punkte zu bedenken gibt, der Spaß wird den Aufwand rechtfertigen. Wir wünschen Ski Heil!



Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de; 03.12.2010, aktualisiert am 27.12.2011
Bildnachweis: iStock/nataq

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