Piksen für die Blutzuckerkontrolle: Diabetiker müssen ihre Blutwerte besonders gut im Blick behalten, sonst drohen auf lange Sicht Nierenschäden
Die Ursachen des akuten Nierenversagens (ANV) lassen sich folgendermaßen unterteilen:
Prärenales ANV
In maximal 60 Prozent der Fälle von ANV liegt die Ursache des Nierenversagens vor der Niere (prärenal). Es kommt zur plötzlich stark verminderten Durchblutung der Nieren, beispielsweise durch Kreislaufschock bei Unfällen oder Operationen, Blutgerinnsel in den Nierenarterien oder Medikamente.
(Intra-)Renales ANV
Die Ursache dieses Nierenversagens liegt in der Niere selbst (renal). Beispiele sind eine Schädigung der Tubuli durch lang dauernden Sauerstoffmangel oder eine toxische Schädigung durch Medikamente oder Kontrastmittel sowie selten eine schwere Entzündung der Glomeruli.
Postrenales ANV
Ist der Abfluss des Urins hinter der Niere (postrenal) behindert, so spricht man von einem postrenalen Nierenversagen. Typische Beispiele sind eine vergrößerte Prostata, Steine, Entzündungen oder Tumoren, die zu einer Verlegung der ableitenden Harnwege führen.
Die Ursachen der chronischen Niereninsuffizienz sind vielfältig:
- Chronische Glomerulonephritis (circa 19 Prozent)
- Interstitielle Nephritis und chronisch rezidivierende Pyelonephritis (circa 12 Prozent)
Je nach Ursache ist es also in gewissem Maße möglich, dem akuten Nierenversagen und der chronischen Niereninsuffizienz vorzubeugen. Bei letzterer kommt hier insbesondere der sehr frühen Erkennung und optimalen Einstellung eines Diabetes mellitus und eines arteriellen Bluthochdrucks eine zentrale Bedeutung zu. Alle Erkrankungen, die zu einem Nierenversagen führen können, sollten so früh und so gut wie möglich behandelt werden.
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13.09.2005, aktualisiert am 17.04.2012
Bildnachweis: W&B/Achim Graf
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