banner.jpg
  • Apotheker Dr. Frank Haenel
  • Unterstr. 17
  • 06493 Harzgerode
  •  
  • Telefon: 039484/91679
  • Fax: 039484/91680
  • Kostenlose Servicenr.:
  • 0800/3345566
Anmelden | Registrieren
Drucken

Schwellung am Hals
Geschwollene Lymphknoten

Infektionskrankheiten führen am häufigsten zu vergrößerten Lymphknoten. Höchstens bei einem Prozent der Betroffenen liegt eine bösartige Erkrankung vor


Entzündete Rachenmandeln mit weißen Stippchen

Wer bei Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, eventuell auch Fieber von einem „dicken Hals“ spricht, meint damit oft, dass dieser sich innen geschwollen anfühlt. Das kann zum Beispiel bei einer Mandelentzündung (Angina tonsillaris oder Tonsillitis) der Fall sein. Die Mandeln oder Tonsillen sind kleine Lymphorgane, sozusagen unverkapselte Lymphknoten, die tatsächlich mandelförmig aussehen. Darin wimmelt es von Abwehrzellen – Lymphozyten und auch Granulozyten (weiße Blutkörperchen). Es gibt vier Mandeln, die beiden Gaumenmandeln, die Zungenmandel am Zungengrund sowie die Rachenmandel. Zusammen bilden sie den lymphatischen Rachenring. Das ist die erste Immun-Abwehrfront gegen Krankheitserreger, vor allem Bakterien und Viren. Bei der Verteidigung können sich die Mandeln entzünden. Am häufigsten trifft es die Gaumenmandeln.

Unter Adenoiden („Polypen“) versteht man übrigens eine vergrößerte Rachenmandel, die bei Kindern häufig die Nasenatmung behindert.


Bei Infektionen der oberen Luftwege, etwa einer Mandelentzündung, reagieren auch Lymphknoten am Hals mit. Normalerweise unsichtbar, ist der eine oder andere dann plötzlich druckempfindlich und tastbar oder deutlich geschwollen. Es kann der Eindruck eines verdickten Halses entstehen. Lymphknoten sind normalerweise nur wenige Millimeter groß, stellen aber zentrale Stationen des Lymph- oder Abwehrsystems dar. Lymphzellen vermehren sich hier und werden auf ihre speziellen Abwehraufgaben vorbereitet. Die Knoten bilden ein weitläufiges Netz mit Filterstationen für die Gewebeflüssigkeit, die Lymphe. Jeder Lymphknoten entsorgt ein ganz bestimmtes, manchmal sehr begrenztes Körpergebiet. Dann gibt er sein Filtrat an die nächste regionale Lymphknotenstation weiter.

Die Halslymphknoten nehmen die in vorgeschalteten Lymphknoten des Kopfes gefilterte Lymphe auf. Sie drainieren also den gesamten Kopf, außerdem die Halsorgane und -gewebe.

Lokalisation und Verteilungsmuster vergrößerter Lymphknoten geben dem Arzt bereits wichtige Informationen zu möglichen Erkrankungsquellen. Auch die Krankengeschichte und eventuelle Begleitsymptome können diagnostisch weiterhelfen. Ansprechpartner bei Lymphknotenerkrankungen sind je nach Alter der Kinderarzt, der Internist, der Hals-Nasen-Ohrenarzt, der Zahnarzt, eventuell auch der Augenarzt oder aber ein Onkologe, der sich mit Krebserkrankungen der Lymph-Organe und des Blutes befasst.


Infrage kommende Ursachen bei Lymphknotenschwellungen am Hals (beispielhaft; Abweichungen sind aus anatomischen Gründen möglich)

Seitlich hinter dem *Kopfwendermuskel und im Nacken:

*Zur Info vorab: Der Kopfwendermuskel (Musculus sternocleidomastoideus) formt den Hals. Es ist der beidseits schräg von der Grube vorne unten am Hals nach oben verlaufende, kräftige Strang, der beim Kopfwenden in eine Richtung deutlich auf der anderen Seite hervortritt. Beim Zurückneigen des Kopfes bildet er vorne ein „V“.

- Erkrankungen** der Kopfhaut, der Ohrspeicheldrüse, des Nasenrachenraums

Vor dem Kopfwendermuskel:

- Erkrankungen** der Mandeln, des unteren Rachens, Zungengrunds; wegen entsprechender Zuflüsse auch der Schilddrüse, der Brustorgane, des Armes und eventuell der Bauchorgane

Unter dem Unterkiefer:

Erkrankungen** der Mundhöhle, der Zähne, des Mundbodens und der Lippen

Und über dem Schlüsselbein:

- teilweise bei Erkrankungen** im Halsbereich (siehe oben: Vor dem Kopfwendermuskel), zusätzlich bei Erkrankungen** im Brust- und Bauchraum,  im kleinen Becken, zum Beispiel der Gebärmutter.

**einschließlich bösartiger Tumoren (Krebserkrankungen), auch des Lymphsystems, des Weichgewebes oder der Haut


Wichtig: Die meisten Lymphknotenschwellungen am Hals werden durch vorübergehende Infektionen ausgelöst und sind im Rahmen der funktionstüchtigen Immunabwehr „normal“. Dies gilt insbesondere für Kinder und jüngere Erwachsene. Überwiegend klingen die Veränderungen entweder von selbst wieder ab oder unter entsprechender Behandlung, etwa mit Antibiotika. Bei fortbestehender, zunehmender oder wiederkehrender Schwellung, bei weiteren ausgeprägten Symptomen wie zum Beispiel starken Schmerzen, Schluckbehinderung, Atemnot, hohem Fieber muss aber eine ernsthafte Krankheitsursache ausgeschlossen und behandelt werden.


Weitere Informationen unter Lymphknoten am Hals.



  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7
  8. 8
  9. 9
  10. 10
  11. 11
  12. 12

www.apotheken-umschau.de; 19.05.2009, aktualisiert am 11.05.2012
Bildnachweis: W&B/Julius Ecke

Newsletter abonnieren

Hier können Sie unseren kostenlosen Newsletter abonnieren »

Bitte beachten Sie!

Dieses Informationsangebot ersetzt keinen Arztbesuch. Bei unklaren Beschwerden sollten Sie stets Ihren Arzt konsultieren. Lesen Sie hier mehr dazu »

Symptome-Finder

Alle Symptome von A bis Z

Suchen Sie hier nach Symptomen und ihren Ursachen alphabetisch von A bis Z. Beachten Sie bitte auch den Hinweis rechts  »

© Wort & Bild Verlag GmbH & Co KG

Weitere Online-Angebote des Wort & Bild Verlages

Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung