Acetylsalicylsäure (ASS) ist aus dem Medizinschränkchen nicht wegzudenken: Es hilft gegen Kopfschmerzen und dient als Blutverdünnungsmittel. Dr. Martin Allwang, Apotheker und Leiter der pharmazeutischen Fachredaktion des Wort und Bild Verlags in Baierbrunn, erklärt, worauf es bei der Einnahme von ASS ankommt.
Was muss man bei der Einnahme von ASS beachten?
Gegen Kopfschmerzen helfen 500 Milligramm ASS – entweder in Form einer Tablette oder als Granulat. Bei Migräne dürfen es 1000 Milligramm sein. Halten die Beschwerden jedoch länger als drei Tage an, sollte man zum Arzt gehen. Denn über einen längeren Zeitraum eingenommen, verursachen Schmerzmittel selbst Kopfschmerzen. Wer also nicht rechtzeitig zum Arzt geht, gelangt in einen regelrechten Kopfschmerz-Teufelskreis.
Manche Menschen nehmen täglich eine Dosis ASS zu sich, um Krankheiten vorzubeugen. Macht das denn Sinn?
ASS hemmt die Verklumpung der Blutplättchen. Bei Patienten, die ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall haben, ist eine tägliche Einnahme also durchaus sinnvoll. Die Dosis sollte allerdings nur bei 100 Milligramm pro Tag liegen und ausdrücklich vom Arzt empfohlen sein! Wer ganz gesund und kein Risikopatient ist, braucht keine Arzneimittel. In diesem Fall wirkt ASS auch nicht als Vorsorge.
Wie sollte man ASS einnehmen?
Bei Kopfweh am besten auf nüchternen Magen mit einem großen Glas Wasser. So gelangt der Wirkstoff am schnellsten in den Darm. Wer auf ärztlichen Rat hin dauerhaft ASS nimmt, muss in der Gebrauchsanweisung nachsehen, wann man die Arznei idealerweise nehmen sollte. Das ist nämlich von Präparat zu Präparat unterschiedlich. Bei langfristiger Einnahme kann Acetylsalicylsäure Magenbeschwerden auslösen – von Schleimhautreizungen bis hin zu Magengeschwüren.
Vanessa von Blumenstein / www.apotheken-umschau.de;
19.01.2010, aktualisiert am 12.01.2012
Bildnachweis: W&B/Christoph Vohler, W&B/Winfried Fischer
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