Je mehr Medikamente ein Patient einnimmt, desto größer ist das Risiko, dass unerwünschte Wechselwirkungen auftreten: Die Arzneien können sich zum Beispiel in ihrer Wirkung verstärken oder abschwächen. Der Wechselwirkungs-Check testet Ihre Medikamenten-Kombination automatisch auf mögliche Wechselwirkungen. Den Arzt oder Apotheker ersetzen kann und soll er aber nicht.
Es erscheint ein Warnhinweis? Dann fragen Sie zunächst Ihren Arzt oder Apotheker! Eine kompetente Anlaufstelle ist die Apotheke in Ihrer Nähe. Dort erhalten Sie ausführliche Beratung zu allen Fragen rund um Ihre Medikamente. Der Fachmann kann klären, wie gut Ihre Arzneien harmonieren. Nicht jede Wechselwirkung ist bedenklich. Manchmal genügt es, die Präparate zeitversetzt zu nehmen. In anderen Fällen kann der Arzt die Dosis anpassen, oder er verordnet ein anderes Medikament.
Besprechen Sie außerdem mit Ihrem Apotheker oder Ihrer Apothekerin, ob es sinnvoll ist, ein Medikamentenprofil anzulegen: Darin werden alle Arzneien dokumentiert, die Sie einnehmen – ob Tablette, Pillen, Saft oder Tropfen.
Der Vorteil: Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker hat jederzeit den Überblick über Ihre Medikamente. Kommt eine neue Arznei hinzu, lässt sich mit Hilfe des Medikamentenprofils rasch prüfen, ob es womöglich zu bedeutsamen Wechselwirkungen kommen könnte.
Das Profil ist außerdem eine gute Grundlage für das Gespräch mit dem Hausarzt. Es erleichtert ihm unter anderem die Suche nach verträglichen Therapie-Alternativen.
www.apotheken-umschau.de;
16.12.2008, aktualisiert am 19.04.2012
Bildnachweis: W&B/ Bernhard Huber
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