Was ist Harnstoff?
Harnstoff ist eine organische Stickstoffverbindung, die als Endprodukt des Eiweißstoffwechsels anfällt. Der Körper kann Harnstoff nicht verwerten und scheidet ihn über die Niere aus. Bekannt ist er auch unter dem lateinischen Namen "Urea".
Warum wird die Harnstoff-Konzentration gemessen?
Die Konzentration des Harnstoffs im Blut gibt dem Arzt Auskunft über die Nierenfunktion und den Eiweißstoffwechsel.
Mögliche Ursachen für erhöhte Werte
Nierenfunktionsstörung, akutes Nierenversagen, Hungerzustände, hohe Eiweißzufuhr, Durchfall, Erbrechen, Austrocknung, Blutungen, Verbrennungen, Operation, starkes Fieber.
Mögliche Ursachen für erniedrigte Werte
Mangelernährung, Lebererkrankung, Darmerkrankung (Sprue), eiweißarme Ernährung. In der Schwangerschaft kann es zu niedrigen Harnstoff-Konzentrationen kommen, ohne dass eine Krankheit oder Schwangerschaftskomplikation dahintersteckt.
Welche Werte sind normal?
Serum: 17 bis 43 mg/dl
Urin: bis 35 g/24h
In Kürze: Harnstoff ist das Endprodukt des Eiweißstoffwechsels. Da es zum Beispiel bei einer verstärkten Aufnahme von eiweißreicher Kost auch bei einer gesunden Niere zu erhöhten Werten kommen kann, ist die Harnstoff-Konzentration kein besonders zuverlässiger Nierenparameter. Es ist sinnvoll zusätzlich den Kreatinin-Wert bestimmen.
BUN: Früher hat man den Harnstoff über den Anteil an Stickstoff nachgewiesen. Abgekürzt wird der Wert mit BUN "Blood Urea Nitrogen" (deutsch Blut-Harnstoff-Stickstoff). Die Werte lassen sich ineinander umrechnen indem man BUN mit 2,14 multipliziert.
Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.
www.apotheken-umschau.de; 27.05.2008, aktualisiert am 23.01.2012
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung