Auflagerung auf Zahnoberflächen.
Weicher Zahnbelag: Die lose auf den Zähnen liegende gelblich-weiße Materia alba besteht aus Speiseresten, Bakterien und abgeschilferten Mundschleimhautzellen. Sie kann durch Spülungen oder Mundduschen entfernt werden.
Im Gegensatz zur Materia alba ist die Plaque als fest auf den Zähnen haftender bakterieller Zahnbelag nicht abspülbar. Plaque ist für die Entstehung von Karies, Zahnstein und Erkrankungen des Zahnhalteapparates mitverantwortlich.
Harter Zahnbelag: Durch Einlagerung von Mineralsalzen aus dem Speichel in die Plaque entsteht Zahnstein. Er bildet sich verstärkt an den Ausführungsgängen der Mundspeicheldrüsen, also an der Innenseite der Schneidezähne im Unterkiefer und an der Außenseite der oberen ersten Mahlzähne. Durch starken Tee- oder Tabakkonsum können sich braune Verfärbungen auf den Zähnen bilden (Raucherbeläge, Teebeläge). Bei schon vorgeschädigtem Zahnbett mit Zahnfleischtaschen entstehen auf den Wurzeloberflächen unterhalb des Zahnfleischsaumes durch Mineralisation von Plaque Konkremente. Sie sind durch Einlagerungen von Blutfarbstoffen oft bräunlich schwarz verfärbt. Harter Zahnbelag kann nicht mehr durch die häusliche Zahnpflege mit der Bürste beseitigt werden, sondern muss in der zahnärztlichen Praxis mit speziellen Instrumenten entfernt werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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