ansteckende bakterielle Bindehautentzündung, die selten in Europa, häufiger in den Tropen und Subtropen vorkommt. In Indien, Afrika und den Mittelmeerländern ist das Trachom die häufigste Ursache der Erblindung (sog. ägyptische Augenkrankheit).
Ursache: Die Übertragung des Erregers, Chlamydia trachomatis, erfolgt v. a. unter schlechten hygienischen Verhältnissen durch engen Kontakt, z. B. gemeinsam benutzte Handtücher.
Befund: Nach 6- bis 10-tägiger Inkubationszeit beginnt die Krankheit als unspezifische Bindehautentzündung mit Schwellung und Sekretion, dann tritt an der Lidbindehaut eine grobkörnige Gewebsveränderung auf, die zur Austrocknung und Vernarbung der Hornhaut und im Spätstadium zur Erblindung führt.
Behandlung: Die Anwendung von Antibiotika, entweder lokal als Salbe oder auch über das Blutsystem, verhindert eine Erblindung des Auges. Bei frühzeitiger antibiotischer Therapie ist die Prognose günstig. Im Narbenstadium ist eine chirurgische Behandlung nötig.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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