bösartige Geschwulst, die von Binde-, Stütz-, Muskelgewebe oder von Teilen des Nervengewebes ausgeht. Sarkome treten im Vergleich zu Karzinomen deutlich seltener auf.
Einteilung: Hinsichtlich ihres Ursprungsgewebes lassen sich Sarkome weiter unterteilen, z. B. in Liposarkome des Fettgewebes, Angiosarkome der Blutgefäße, Fibrosarkome des fasrigen Bindegewebes, Myosarkome des Muskelgewebes (Leiomyosarkome der glatten Muskelzellen und von der Skelettmuskulatur ausgehende Rhabdomyosarkome) und Myxosarkome des Schleimgewebes. Neben diesen Weichteilsarkomen werden auch Knochensarkome diagnostiziert, z. B. Chondrosarkome des Knorpelgewebes, Osteosarkome des Knochengewebes und das Ewing-Sarkom des Knochenmarks. Bösartige Mischtumoren aus Drüsen- und Weichteilgewebe werden Adenosarkome genannt.
Beschwerden: Meist treten lokale Schwellungen oder Schmerzen auf. Die Diagnose erfolgt mikroskopisch nach Entnahme einer Gewebeprobe.
Behandlung: Die chirurgische Therapie kann je nach Art des Sarkoms zu einer Heilung führen, v. a. wenn sich noch keine Tochtergeschwülste gebildet haben. Meist werden jedoch Operation, Chemotherapie und Bestrahlung miteinander kombiniert.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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