durch Vögel auf Menschen und Tiere übertragbare akute, bakterielle Infektionskrankheit. Erfolgt die Ansteckung durch Sittiche oder Papageien, spricht man von Psittakose (Papageienkrankheit). Der Erregernachweis ist meldepflichtig. Der Erreger, Chlamydia psittaci, wird mit dem Kot infizierter Vögel, die selbst nicht unbedingt Krankheitszeichen zeigen müssen, ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt durch Einatmen der getrockneten, zerstäubten Ausscheidungen.
Die Krankheit bricht 6–20 Tage nach der Infektion aus. Sie äußert sich anfangs in grippeähnlichen Beschwerden (z. B. Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen), häufig entwickelt sich eine Lungenentzündung mit Husten und Brustschmerzen. Meist kommt es auch zu oberflächlichen Venenentzündungen, v. a. der Beine. Bei längerem, hohem Fieber zeigen sich Benommenheit, Unruhe und Zeichen einer Herzschwäche. Nach ca. 3 Wochen ist der Krankheitsgipfel überschritten und die allmähliche Genesung setzt ein. Nach überstandener Krankheit besteht eine langjährige Immunität. Die Therapie besteht in der Gabe eines Antibiotikums (meist Tetrazyklin).
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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