Einengung des Magenausgangs, die die Nahrungspassage behindert oder unmöglich macht. Nach Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren in der Nähe des Magenpförtners können Narben entstehen, die ebenso wie bösartige Prozesse den Magenausgang einengen können. Durch die mechanische Behinderung, aber auch durch Störungen der Innervation kann es zu einem Magenpförtnerkrampf (Pylorospasmus) kommen, der den Magenausgang zusätzlich blockiert. Auf Dauer führt die dadurch verstärkte Kontraktion (Peristaltik) zu einer Zunahme der Magenpförtnermuskulatur (Pylorushypertrophie). Bei Säuglingen kann die Verdickung des Magenschließmuskels angeboren sein oder als Folge einer Achalasie auftreten (hypertrophische Pylorusstenose).
Da der Mageninhalt nicht weitertransportiert wird, kommt es zu Gärungs- und Fäulnisprozessen sowie einer Magenerweiterung. Betroffene leiden unter Durst, Völlegefühl, Aufstoßen oder Verstopfung und erbrechen schwallartig den gesamten Mageninhalt. Durch mangelhafte Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr drohen Wasser- und Gewichtsverlust. Bei Säuglingen macht sich die Magenpförtnerverengung meist in der 2.–4. Lebenswoche bemerkbar. Sie werden nach den Mahlzeiten unruhig; die verstärkten Bewegungen des Magens sind oft wellenförmig auf der Bauchdecke zu sehen. Die Verdachtsdiagnose wird mit Ultraschall bestätigt. Diät und krampflösende Mittel verschaffen Linderung. Bei den Säuglingen ist fast immer eine operative Spaltung der verdickten Pförtnermuskulatur notwendig (Pyloromyotomie).
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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