zell- und gefäßreiches Bindegewebsknötchen, das als Gewebereaktion auf äußere Reize oder durch Infektionen und Entzündungen entsteht und eine für die Erkrankung typische Struktur aufweist. Das Granulom bildet sich durch überschießendes Wachstum von Granulationsgewebe, das im Wesentlichen aus spezialisierten weißen Blutkörperchen (z. B. Lymphozyten, Makrophagen, Histiozyten) und jungen Bindegewebszellen (Fibroblasten) besteht. Es kann auch zu echten Geschwülsten überleiten, z. B. bei der Lymphogranulomatose (Hodgkin-Krankheit).
Auch bei einigen Infektionskrankheiten kommen Granulome vor, z. B. bei rheumatischem Fieber (Aschoff-Knötchen), Tuberkulose (Tuberkel), Lepra (Lepraknoten), Syphilis (Gummen) und bei Wurminfektionen wie der in den Tropen vorkommenden Bilharziose. Weitere Beispiele sind das Fremdkörpergranulom und das Zahngranulom (Wurzelspitzengranulom).
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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