Ausbleiben des Eisprungs eines sprungreifen Follikels bei normaler Follikelreifung. Der nicht gesprungene Follikel stimuliert durch andauernde Östrogenproduktion ein übermäßiges Wachstum der Gebärmutterschleimhaut. Mit fortschreitender Gewebevermehrung der Gebärmutterschleimhaut kommt es schließlich zu einem Missverhältnis zwischen dem steigenden Östrogenbedarf der Schleimhaut und der Östrogenproduktion durch den Follikel. Es resultiert eine Durchbruchblutung (Abbruchblutung).
Befund: Die Follikelpersistenz macht sich bemerkbar durch ein deutlich verlängertes Zeitintervall zwischen zwei Regelblutungen mit einer zunächst einsetzenden Schmierblutung, die sich stetig verstärkt und in eine starke Dauerblutung mit Abgang von Blutkoageln übergeht.
Behandlung: Die durch die Follikelpersistenz ausgelöste Blutung wird mit einem hoch dosierten Östrogen-Gestagen-Mischpräparat zum Abklingen gebracht. Bei gehäuftem Auftreten können vorsorglich gegebene Hormone eine Follikelpersistenz verhindern.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung