ein- oder beidseitiges Hervortreten des Augapfels aus der Augenhöhle. Im Extremfall ist ein Lidschluss nicht mehr möglich.
Ursache und Befund: Der Exophthalmus ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern kann Symptom verschiedener Erkrankungen sein. Meist beidseitig tritt der endokrine Exophthalmus auf, der aus letztlich nicht geklärter Ursache bei einer bestimmten Form der Schilddrüsenüberfunktion, der Basedow-Krankheit, entsteht. Daneben können auch Entzündungen oder Verletzungen der Augenhöhle ursächlich sein, oder der Exophthalmus kann ein Anzeichen für den Verschluss von Hirnvenen sein (Sinusvenenthrombose).
Typischerweise einseitig ist der Exophthalmus, wenn er durch einen Tumor im Bereich der Augenhöhle oder dahinter verursacht ist. Es kann zur seitlichen Verlagerung des Auges, zu einer starken Behinderung der Augenbewegung oder zur Schädigung des Sehnervs kommen.
Behandlung: Die Therapie richtet sich zum einen nach der Ursache, zum anderen gegen die Folgen des Exophthalmus. Ist er stark ausgeprägt, wird mittels sorgfältiger Augenpflege, regelmäßiger künstlicher Befeuchtung, evtl. auch durch eine operative Lidrandnaht (Tarsorrhaphie) einer Schädigung der Hornhaut durch Austrocknen vorgebeugt.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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