vermehrte Bereitschaft zu Blutungen oder verzögerte Blutstillung.
Ursache: Eine Blutungsneigung entsteht auf der Basis von Gefäßerkrankungen (z. B. Schoenlein-Henoch-Syndrom), Blutplättchenmangel (Thrombopenie) oder -defekten (Thrombopathie) sowie Gerinnungsfaktorenmangel (Bluterkrankheit, Gerinnungsstörungen).
Befund: Abhängig von der Grunderkrankung treten bestimmte Formen der Blutung auf. Die Spannbreite der Beschwerden reicht von vermehrtem Nasenbluten oder blauen Flecken bis hin zu Gehirnblutungen ohne äußeren Grund. Kleinflächige Hauteinblutungen bei älteren Menschen (Purpura senilis) sind durch eine verminderte Widerstandsfähigkeit der Kapillaren bedingt und meist harmlos. Grundlage der Diagnose bilden v. a. Laboruntersuchungen der Blutgerinnung und der Blutplättchen.
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| Gefäßbedingte Blutungsneigung | Meist kleinflächige Kapillarblutungen (Purpura), seltener flächenhafte Blutungen (Ekchymosen) |
| Blutplättchendefekt oder-mangel | Typisch sind stecknadelkopfgroße Hautblutungen (Petechien), aber auch Purpura, Ekchymosen, Schleimhautblutungen |
| Gerinnungsstörung | Blutergüsse mit Haut- und Muskel-, in schweren Fällen auch Gelenkeinblutungen (Blutergelenk) |
Behandlung: Die Therapie richtet sich nach der Grundkrankheit und beinhaltet z. B. den Ersatz fehlender Faktoren oder Blutplättchen durch entsprechende Blutprodukte.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 07.12.2010
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