Hornhaut ist auch ein kosmetisches Problem – sie sieht in Sommersandalen nicht hübsch aus. Sehr gut lässt sie sich mit einer speziellen Feile vor dem Duschen oder Baden sanft abrubbeln. Genauso wirksam: ein Bimsstein, mit dem man der überflüssigen Haut behutsam während eines Fußbads oder danach zu Leibe rückt. Wichtig: vorsichtig rubbeln, es darf nicht schmerzen. Und: „Auf keinen Fall sollten Laien mit einem Messer, Hobel oder einem Skalpell ihre Hornhaut bearbeiten“, warnt Expertin Mechtild Geismann. Die Verletzungsgefahr ist zu groß.
Ein Fußbad macht die Haut schön weich, Pflegestoffe von Cremes können besser einwirken, Zehennägel lassen sich dann besser schneiden. Zu heiß sollte das Wasser aber nicht sein. Mechtild Geismann empfiehlt 38 Grad, also gut lauwarm. Rückfettende Badezusätze pflegen die Haut und machen sie extra zart.
Höchste Zeit, mit einer alten Marotte aufzuräumen: Zehennägel sollen nicht gerade geschnitten werden, sondern besser spatenförmig – also ihrem natürlichen Wuchs entsprechend. Beim Schneiden darauf achten, dass die Nagelhäute nicht verletzt werden. Anschließend die Nägel feilen – das macht sie schön glatt.
Was tun bei trockenen Füßen? Da hilft konsequente Pflege mit feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Produkten aus der Apotheke. Viel Feuchtigkeit liefert Harnstoff (Urea). Für die härtere Haut an den Füßen darf es ruhig eine Konzentration von zehn Prozent sein. Auch über eine Fußmaske freut sich die Haut: Füße mit Creme massieren, großzügig auftragen und die Füße für eine Stunde oder über Nacht in Socken stecken.
Füße mögen Streicheleinheiten: Eine Massage durchblutet das Gewebe und entspannt die Muskeln. Am besten den ganzen Fuß kneten und massieren – oder streicheln lassen.
Ein unangenehmes Problem, das nicht nur die Nase stört: Fußgeruch. Durch übermäßiges Schwitzen weicht die Haut an den Füßen auf, Erreger können so leichter eindringen, die Gefahr einer Pilzinfektion steigt. Experten raten deshalb zur Fußpflege mit speziellen Präparaten, etwa Fußcremes und -deos mit Zinkoxid. Auch spezielle gerbsäurehaltige Fußbäder können das Leiden lindern. Ebenfalls wichtig: Dieselben Schuhe nicht zwei Tage hintereinander tragen, nur Schuhwerk aus Leder verwenden – und lieber Baumwollsocken anziehen statt Nylonprodukte.
Anne-Bärbel Köhle / Apotheken Umschau;
28.05.2010, aktualisiert am 28.10.2011
Bildnachweis: a-life - ddp images GmbH/Lorenzo Mancini
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