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Das Wirkstoff-Abc der Kosmetika

Was steckt in den Cremes und Lotions? Machen Sie sich schlau, welche Inhaltsstoffe Kosmetikprodukte enthalten. Eine Liste von A wie Allantoin bis Z wie Zink


Machen die Haut geschmeidig: Feuchtigkeitscremes

Die Liste der Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten ist lang: Mehrere tausend Farb- und Duftstoffe, Konservierungsmittel und Vitaminzusätze dürfen in der Europäischen Union verwendet werden. Was auch immer sich in Tuben, Gläsern und Flaschen versteckt, muss, so ist es gesetzlich vorgeschrieben, nach der „INCI-Liste“ gekennzeichnet sein. Das soll Transparenz für den Verbraucher bringen, doch das Chemiker-Chinesisch verwirrt oft noch mehr. Wir helfen und erklären wichtige Fachbegriffe der Kosmetik von A bis Z.



Allantoin: Der Wirkstoff wird oft aus Pflanzen gewonnen, etwa Beinwell, Weizenkeimen oder Rosskastanien. Allantoin beruhigt die Haut, fördert die Wundheilung und regt die Zellteilung an. Deshalb ist es in vielen Heilsalben enthalten. Auch in Kosmetika findet es sich häufig, etwa in Sonnencremes oder Deodorants, wo es Reizungen vorbeugt. In vielen Pflegecremes kommt es ebenfalls zum Einsatz, weil es die Haut glättet und befeuchtet.


Bisabolol: Die ätherischen Öle von Kamille und Schafgarbe liefern diesen wertvollen Wirkstoff. Er beruhigt sensible Haut, wirkt antimikrobiell und hemmt nachweislich Entzündungen – schon in geringen Anteilen von 0,05 Prozent. Bisabolol steckt deshalb vor allem in Produkten, die schützen und beruhigen: zum Beispiel in Sonnenschutz- oder After-Sun-Cremes, aber auch in Kosmetika für unreine oder empfindliche Haut.

Carnaubawachs: Kein Wachs der Welt ist härter. Den Rohstoff bürsten Bauern von zwei Meter langen Fächerblättern der brasilianischen Carnaubapalme. Für ein Kilo benötigen sie die Blätter von sechs Bäumen. Das Wachs glättet und pflegt, und es schmilzt auch in der Sonne kaum. Es eignet sich daher als Zusatz für Lippenstifte.

Duftstoffe: Sie verleihen fast jeder Creme eine angenehme Note oder überdecken den Eigengeruch mancher Substanzen. Doch Duftstoffe können leider auch anders: Manche reizen die Haut oder lösen Allergien aus. Das Problem: In jedem Produkt steckt eine Mischung verschiedener Duftstoffe, deklariert werden sie aber meist unter dem Sammelbegriff „Parfum“. Immerhin: Seit 2005 müssen die Hersteller 26 Riechstoffe einzeln aufführen, weil diese häufiger als andere im Zusammenhang mit allergischen Reaktionen stehen.

Emulgatoren: Öl und Wasser vermischen sich normalerweise nicht. Dass sie dennoch zu geschmeidiger Konsistenz verschmelzen, etwa in Cremes, ist der großen Familie der Emulgatoren zu verdanken. Die häufig als Tenside bezeichneten Wirkstoffe vermögen die Oberflächenspannung von Wasser und Öl zu verändern, sodass diese sich besser mischen. Achtung: Manche Emulgatoren können bei empfindlichen Menschen Hautreizungen hervorrufen.

Fruchtsäure: Ob Äpfel, Zitronen oder Weintrauben – Früchte enthalten Säuren, und diese macht sich die Kosmetik zunutze. Denn AHA (vom englischen Begriff Alpha Hydroxy Acids) können Falten, Aknenarben und Pigmentflecken verschwinden lassen. Dabei fahren sie jedoch schwere Geschütze auf: Fruchtsäuren schälen die obere Hornschicht ab. Das glättet die Haut, kann sie aber böse reizen. Dies gilt auch für frei verkäufliche Fruchtsäure-Produkte, die nur geringe Konzentrationen enthalten (höchstens zehn Prozent). Für sensible Haut eignen sie sich nicht. Schälungen mit hochkonzentrierter Fruchtsäure sollte nur ein Dermatologe durchführen.



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Nadja Katzenberger, Anne-Bärbel Köhle / Apotheken Umschau / GesundheitPro; 16.04.2010, aktualisiert am 25.06.2010
Bildnachweis: Focus Bildagentur/SPL

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