Das HI-Virus gehört zur Gruppe der Retroviren und tritt in zwei Formen auf: HIV-1, das weltweit vorkommt und HIV-2, das hauptsächlich in West-Afrika zu finden ist. Die beiden Virus-Typen unterscheiden sich in ihrer genetischen Struktur und im Ausmaß ihrer krankmachenden Eigenschaften.
Gelangt das Virus in den Körper, greift es bestimmte Zellen des Immunsystems an, die T-Helferzellen (CD4-T-Lymphozyten). Diese Zellen gehören zu den T-Lymphozyten und spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern. Nachdem sich die HI-Viren in den T-Helferzellen vermehrt haben, kommt es zu einem Absterben dieser Zellen. Zudem versuchen andere Zellen des Immunsystems die infizierten T-Lymphozyten zu eliminieren.
Die Folge: Es gibt immer weniger T-Helferzellen und das Immunsystem kann sich gegen Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilze nicht mehr ausreichend wehren. Deshalb verlaufen bei HIV-Infizierten infektiöse Erkrankungen wie Lungenentzündung, Tuberkulose, Pilzerkrankungen oder Herpes-Infektionen besonders schwer.
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13.09.2005, aktualisiert am 14.12.2011
Bildnachweis: W&B/ Ulrike Möhle
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