Ein "normaler" Insektenstich ist hierzulande nur in Ausnahmefällen lebensbedrohlich (siehe weiter unten). Steckt der Stachel einer Biene noch in der Haut, ziehen Sie ihn mit einer Pinzette vorsichtig heraus, ohne die Giftblase zu berühren. Sonst gerät noch mehr Gift in den Körper. Kühlen Sie dann die Stelle – zum Beispiel mit einem Kältepack oder Eiswürfeln, die in ein Tuch gewickelt wurden. Achtung: Eis niemals direkt auf die Haut legen, sonst drohen Efrierungen! Kühlende Gele und Salben aus der Apotheke können den Juckreiz lindern. Lassen Sie sich zu Auswahl und Anwendung geeigneter Präparate beraten.
Achtung: Insektenstiche im Mund und Rachen können lebensgefährlich sein, weil die Schwellung möglicherweise so stark ist, dass sie die Atmung behindern kann. Sie sollten deshalb in diesem Fall am besten sofort den Rettungsdienst rufen. Bis er eintrifft: Eiswürfel lutschen, kalte Umschläge um den Hals wickeln.
Auch wenn Sie gleich mehrfach von Wespen, Bienen oder Hornissen gestochen wurden oder wenn Sie auf das Insektengift allergisch reagieren und sich nicht mit einem entsprechenden Notfallset helfen können, brauchen Sie den Rettungsdienst. Auf eine allergische Reaktion hindeuten können zum Beispiel Atemnot, Schwindel, Herzklopfen oder starke Schwellungen. Insektenstiche in der Augengegend besser ebenfalls vom Arzt untersuchen lassen.
www.apotheken-umschau.de; 05.08.2005, aktualisiert am 21.11.2011
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