Zu den möglichen Auslösern einer Eileiterentzündung gehören Chlamydien (hier unter dem Mikroskop, grün eingefärbt)
Pro Jahr erkranken etwa ein bis zwei Prozent der Frauen im Alter bis 25 Jahre an einer Eileiter- und Eierstockentzündung. Vor der ersten Periode oder nach den Wechseljahren ist eine Eileiterentzündung selten. Da während des Geschlechtsverkehrs Bakterien übertragen werden können, stellt ungeschützter Sexualkontakt mit wechselnden Partnern ein besonderes Risiko für eine Adnexitis dar. Bestimmte Bakterien, wie Chlamydien oder Gonokokken (die Erreger von Tripper), spielen dabei eine besondere Rolle.
Verschiedene Infektionswege können zu einer Eileiter- und Eierstockentzündung führen:
• Aufsteigende Infektion: Bei einer aufsteigenden Infektion gelangen die Bakterien von außen über die Scheide zu den Eileitern und Eierstöcken. Dies kann beim Geschlechtsverkehr oder nach frauenärztlichen Eingriffen der Fall sein, beispielsweise bei einer Ausschabung (Kürettage) oder dem Einsetzen der Spirale.
• Absteigende Infektion: Von einer absteigenden Infektion spricht man, wenn die Entzündung von einem Nachbarorgan auf die weiblichen Geschlechtsorgane übergreifen konnte – zum Beispiel vom Blinddarm bei einer Blinddarmentzündung.
• Hämatogene Infektion: Werden Erreger über das Blut verbreitet, handelt es sich um eine hämatogene Infektion. Eine Genitaltuberkulose ist ein Beispiel für eine hämatogene Ausbreitung von Krankheitserregern.
Ein Östrogenmangel, eine geschwächte Immunabwehr und Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes mellitus können eine Adnexitis begünstigen.
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13.09.2005, aktualisiert am 25.05.2011
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