Zunächst kommt es meist zu Erkältungsbeschwerden: Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen, Heiserkeit und Schluckbeschwerden sowie Schnupfen und Abgeschlagenheit. Mitunter besteht eine erhöhte Temperatur oder Fieber (Temperatur über 38,5 Grad im After gemessen).
Im weiteren Verlauf stellt sich ein starker, trockener Husten ein. Er tritt vermehrt nachts und morgens nach dem Aufstehen auf und geht oftmals mit Schmerzen hinter dem Brustbein einher. Nach einigen Tagen löst sich der trockene Reizhusten und es kommt durch vermehrte Schleimbildung in den Bronchien zu Auswurf: Die Betroffenen husten zähflüssigen Schleim ab, der meist weißlich aussieht.
In dieser Phase der Bronchitis zeigen sich meist auch Geräusche beim Atmen, die durch den locker sitzenden Schleim in den Bronchien verursacht werden.
Eine akute Bronchitis heilt in der Regel innerhalb von sieben bis 14 Tagen aus. Der trockene Reizhusten kann allerdings in einigen Fällen noch etwas darüber hinaus bestehen.
Achtung: Grundsätzlich ist bei heftigeren Symptomen wie Fieber, starkem Husten, blutigem Auswurf oder Atemnot umgehend ein Arzt aufzusuchen. Auch eine akute Bronchitis, die innerhalb von acht Wochen nicht abgeklungen ist, sollte (dann spätenstens) vom Arzt weiter abgeklärt werden.
Besteht eine Bronchitis länger als drei Monate am Stück in zwei aufeinander folgenden Jahren, so spricht man von der chronischen Bronchitis (siehe chronische Bronchitis). Da es bei letzterer zu schweren Folgeerkrankungen kommen kann, gehört auch ihre Therapie in ärztliche Hände.
Folgeerkrankungen:
Normalerweise heilt die akute Bronchitis in etwa 14 Tagen folgenlos ab. Bei unvollständiger Abheilung oder wiederholten Infektionen kann ein überempfindliches Bronchialsystem ("hyperreagibles Bronchialsystem") die Folge sein. Dieses äußert sich in Reizhusten und erhöhter bronchialer Empfindlichkeit gegenüber inhalativen Reizen (zum Beispiel Abgase oder Zigaretten-Rauch). Dadurch kann es auch zu einer Verengung der Bronchien kommen, die vom Patienten als Brustenge wahrgenommen werden kann.
Eine akute Bronchitis geht manchmal in die chronische Form (siehe chronische Bronchitis) und deren Folgeerkrankungen über. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass sich aus ihr eine Lungenentzündung (Pneumonie) entwickelt. Durch Viren geschwächte Bronchien können sich zusätzlich mit Bakterien infizieren, so dass eine sogenannte Sekundär- oder Super-Infektion entsteht. Sie geht eventuell mit einer gelblichen oder grünlichen Verfärbung des Auswurfs einher; aus einer solchen Sekundärinfektion kann sich eine Lungenentzündung mit schwererer Symptomatik entwickeln.
Zu schweren Folgeerkrankungen kommt es meist nur bei älteren Menschen, (starken) Rauchern und Patienten mit einem geschwächten Abwehrsystem oder chronischen Vorerkrankungen beispielsweise an Herz oder Lunge. Hier kann eine akute Bronchitis sogar gefährlich werden: Beispielsweise kann eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) dramatisch zunehmen oder die Atemfunktion bei vorbestehender COPD (siehe auch Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) oder Asthma bronchiale durch den Infekt wesentlich beeinträchtigt werden.
Bei kleinen Kindern, vor allem bei Säuglingen, kann die akute Bronchitis zu einer sogenannten Bronchiolitis obliterans führen, einer schwerwiegenden Erkrankung, die häufig durch Respiratory-Syncytial-Viren (RS-Viren) ausgelöst wird. Dabei sind die feinen Verästelungen der Atemwege, die Bronchiolen, entzündet. Es besteht die Gefahr, dass die Bronchiolen sich verschließen, so dass die Atemluft nicht mehr in die Lungenbläschen zum Gasaustausch vordringt. Bei Abheilung können winzige Narben in der Lunge bestehen bleiben. Diese Veränderungen können die Atmung beeinträchtigen und in späteren Jahren andere Erkrankungen wie eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) begünstigen.
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13.09.2005, aktualisiert am 18.11.2011
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