Verstärkte Flüssigkeitseinlagerungen, zum Beispiel um Füße und Knöchel, treten mitunter auch bei einer meist längeren Einnahme bestimmter Arzneimittel auf. Hierzu gehören zum Beispiel Mittel, die Einfluss auf Gefäße und Stoffwechsel nehmen, wie kortisonhaltige Präparate, nicht-steroidale Antirheumatika, Hormonpräparate (zur Empfängnisverhütung oder Hormontherapie in den Wechseljahren), Bluthochdruckmittel wie Kalziumantagonisten, oder auch Haarwuchsmittel.
Treten Schwellungen auf, sollten sich die Betroffenen immer an ihren Arzt wenden.
Auch Diuretika, die bei bestimmten Ödemen gezielt eingesetzt werden, um die Salz- und Wasserausscheidung über die Nieren zu fördern, können bei falscher Anwendung das Gegenteil bewirken. Zunächst erhöht sich als Gegenreaktion der Spiegel bestimmter Hormone im Blut, die Wasser- und Salz binden. Werden die Medikamente abgesetzt, entstehen dadurch erneut Ödeme. Wird dann die Dosis ohne Kontrolle erhöht, verstärkt sich dieser schädliche Kreislauf. Diuretika sollten daher nur streng nach den ärztlichen Vorgaben eingenommen werden. Vor allem auch niemals, um etwa abzunehmen.
Das gilt auch für Abführmittel, Laxantien. Sie führen bei längerem, unkontrollierten Verbrauch nicht nur zu einer Gewöhnung, sondern stören unter anderem den Wasser-Salz-Haushalt. Verändern sich die Eiweiß- und Mineralstoffkonzentrationen im Körper, wird auch der Abtransport von Flüssigkeit aus den Geweben gestört.
Alkohol ist ein Zellgift, das bei regelmäßigem und hohem Konsum zu ernsten gesundheitlichen, ja lebensbedrohlichen Schäden führt (siehe dazu den Abschnitt über Lebererkrankungen und damit verbundene Ödeme). Alkohol wirkt jedoch schon unmittelbar nach seiner Aufnahme. Die Blutgefäße erweitern sich, die Beine werden schwer, Füße, Knöchel und Hände schwellen an, die Harnausscheidung ist gesteigert. Es kommt zu Schweißausbrüchen, vor allem, wenn der Alkohol nach einiger Zeit im Körper abgebaut wird.
Andrea Blank-Koppenleitner / www.apotheken-umschau.de;
10.08.2009, aktualisiert am 03.04.2012
Bildnachweis: W&B/Brigitte Sporrer
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