Die operative Verlagerung der Makula, man spricht auch von Makularotation oder Makuladrehung, auf eine nicht von der AMD betroffene Stelle im Auge – tatsächlich eine Art Drehung – ist eine sehr aufwändige Operation. Sie dauert etwa drei Stunden und wird in aller Regel in Vollnarkose durchgeführt. Sie ist nur für sogenannte letzte Augen geeignet. Denn die Drehung der Netzhaut im Auge erfordert eine operative Gegendrehung des Augapfels, was unter Umständen zu störenden Doppelbildern führt, wenn das andere Auge gesund ist.
Die Operation erzielt, grob gesagt, bei etwa einem Drittel der Patienten eine Sehverbesserung, bei einem Drittel bleibt der Befund unverändert, und ein Drittel sieht nach der Operation schlechter als vorher. Durch die zunehmende Verbreitung weniger invasiver Techniken, wie zum Beispiel dem Einspritzen von Medikamenten in den Glaskörperraum, hat die oben beschriebene Operation deutlich an Bedeutung verloren und dient nunmehr als Reserveverfahren im Falle eines Therapieversagens anderer Behandlungsformen.
Prof. Dr. med. Peter Kroll, Dr. med. Steffen Hörle
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03.10.2006, aktualisiert am 09.09.2011
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