Der Begriff Makuladegeneration bezeichnet zunächst einmal nur das Zugrundegehen von Sinneszellen in der Netzhautmitte. Bei älteren Menschen geschieht das aufgrund der oben geschilderten Vorgänge. Bei jüngeren Menschen kann es spontan zum Zelluntergang der Sinneszellen in der Netzhautmitte kommen, beispielsweise tatsächlich aufgrund erblicher Netzhauterkrankungen wie dem Morbus Stargardt oder dem Morbus Best. Zum Teil ist hierfür auch der Genort im Erbgut bekannt, auf dem die Schädigung jeweils liegt. Die Symptome sind denen der altersbezogenen Makuladegeneration (AMD) sehr ähnlich. Anfangs kommt es zu verzerrtem Sehen und schließlich zum mehr oder weniger kompletten Ausfall des zentralen Sehvermögens. Es entsteht eine Art schwarzer oder grauer Fleck in der Mitte des Gesichtsfeldes. Die Betroffenen können nicht mehr lesen und keine Gesichter mehr erkennen.
Prof. Dr. med. Peter Kroll, Dr. med. Steffen Hörle
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03.10.2006, aktualisiert am 09.09.2011
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