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Alterssichtig: Wann keine Gleitsichtbrille?

"Zwei in eins", also eine Gleitsichtbrille für das Nah- und Fernsehen, ist ja etwas sehr Praktisches, weil sie eine fließende Scharfeinstellung von nah zu fern ermöglicht. Bei welchem Korrekturbedarf (in Dioptrien) wäre der Unterschied zwischen Nah- und Fernbereich für eine Gleitsichtbrille letztlich zu groß? Aus der "Experten-Sprechstunde Augen"


Nur selten sind Spezialgläser erforderlich, um im Alter in allen Entfernungen gut zu sehen

Dass der Unterschied zwischen der Nah- und der Fernsichtfähigkeit so groß ist, dass sich beides nicht mit einer Gleitsichtbrille korrigieren ließe, gibt es eigentlich nicht. Wenn die natürliche Naheinstellungsfähigkeit verloren geht und durch ein Brillenglas ersetzt werden muss, liegt der maximale Ausgleich immer zwischen zweieinhalb und drei Dioptrien. Der Wert Dioptrien ist ja der Kehrwert des Abstandes, in dem scharf gesehen werden soll. Um in 40 Zentimetern scharf zu sehen, braucht man eine Korrektur von maximal zweieinhalb, um in 33 Zentimetern scharf zu sehen, benötigt man drei Dioptrien. Da kann es eigentlich nicht passieren, dass der Unterschied zwischen Nah- und Fernzusatz zu groß wird. Es gibt aber Spezialbrillen für Menschen, die in kürzerem Abstand scharf sehen müssen.

Eine Ausnahme stellen Brillen mit sehr niedrigen Gestellen dar. Hier kann es dem Optiker aufgrund der zu schmalen Glasfläche Probleme bereiten, den notwendigen Nahzusatz einzuschleifen, da nicht genügend Platz vorhanden ist.

 

Prof. Dr. med. Peter Kroll, Dr. med. Steffen Hörle

Unsere Experten der Sprechstunde "Augen" beantworten viele interessante Fragen zu Sehproblemen und Augenkrankheiten.


Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



surfmed/www.apotheken-umschau.de; 29.09.2006, aktualisiert am 06.09.2011
Bildnachweis: Thinkstock/Hemera

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