Nickel ist ein häufiger Allergieauslöser. Der Stoff kann zum Beispiel in Modeschmuck enthalten sein. Aber Gold- und Silberschmuck ist manchmal mit Nickel legiert
Bei einer Nickelallergie reagiert das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) auf Nickel – nach dem Kontakt zu nickelhaltigen Gegenständen. Die Körperabwehr stuft Nickel "irrtümlich" als gefährlichen Eindringling ein, den es zu bekämpfen gilt.
Nickelionen sind eigentlich zu klein, um von den Abwehrzellen in der Haut erkannt zu werden. Doch Nickel hat die Eigenschaft, mit bestimmten Eiweißstoffen eine Bindung einzugehen. Auf diese Weise kann der Stoff spezielle Abwehrzellen in der Haut aktivieren. Sie schütten Botenstoffe aus, die eine Entzündungsreaktion (ein allergisches Ekzem) an genau den Hautstellen verursachen, die mit Nickel in Berührung gekommen waren.
Bereits geringe Mengen Nickel reichen aus, um ein allergisches Ekzem hervorzurufen. Durch den Schweiß werden Nickelionen gelöst und dringen durch die Haut. Vorbestehende Hautschäden erhöhen das Risiko, dass sich eine Nickelallergie ausbildet.
Wo kommt Nickel vor?
Nickel findet sich in zahlreichen Alltagsgegenständen – zum Beispiel in nickelfreisetzenden Legierungen, die für Modeschmuck, Brillengestelle, Knöpfe und Verschlüsse verwendet werden. Verordnungen regeln, welche Mengen Nickel beispielsweise von Piercings oder Modeschmuck auf die Haut übergehen dürfen. Ein beruflicher Hautkontakt mit nickelfreisetzenden Oberflächen besteht zum Beispiel in der Galvanik oder bei der Montage von vernickelten Teilen.
Auch in Lebensmitteln und Zigaretten ist Nickel enthalten. Größere Mengen stecken zum Beispiel in Kakao, schwarzem Tee, Kaffee, Muscheln, Nüssen, Hülsenfrüchten und Vollkorn.
Als Spurenelement ist Nickel für den Körper wichtig, da es für die Funktion bestimmter Enzyme notwendig ist. In größeren Mengen ist Nickel jedoch schädlich. Über die Nahrung aufgenommenes Nickel gelangt ins Blut, wird an bestimmte Proteine gebunden, teils gespeichert und teils über den Harn wieder ausgeschieden.
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16.11.2005, aktualisiert am 30.06.2011
Bildnachweis: Thinkstock/Hemera
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