Das Problem
Entzündete Pusteln und Papeln an Wangen, Kinn und Hals, vergrößerte Poren, schwarze Mitesser und fettig glänzende Haut – eine Spätakne (Acne tarda) stört die Betroffenen oft erheblich und kann das Selbstbewusstsein belasten. Ohne professionelle Hilfe lässt sie sich nur schwer in den Griff bekommen.
Die Ursachen
Experten schätzen, dass jede vierte Frau zwischen 25 und 45 Jahren mit Pickeln kämpft – Auslöser und Ursachen sind jedoch sehr unterschiedlich.
Hormone: Kündigt sich die nächste Periode an, läuft der Hormonhaushalt auf Hochtouren. Das macht sich auch auf der Haut bemerkbar, manche Frauen „blühen“ regelrecht. Das Absetzen der „Pille“ oder bestimmte Medikamente (Kortison, Antiepileptika und Antidepressiva) können Pickel ebenfalls begünstigen.
Lebensweise: Lange gingen Experten davon aus, unsere Essgewohnheiten besäßen keinen Einfluss auf Hautunreinheiten. „Neueste Erkenntnisse haben die Bedeutung der Ernährung relativiert“, sagt die Münchner Hautärztin Dr. Juliane Habig. „Kohlenhydrate mit hohem glykämischem Index, etwa Weißbrot, Süßigkeiten oder Limonaden, können eine Akne verschlechtern.“ Das gilt auch für Übergewicht und Rauchen.
Stress: Lange Tage im Büro, Ärger mit den Kindern, Beziehungsprobleme – und die Haut ein Desaster. „Chronischer Stress kann Botenstoffe freisetzen, die eine Akne unterstützen“, weiß Habig.
Falsche Pflege: Nicht wenige Frauen schätzen ihren Hautzustand falsch ein. Das Alter, erste Fältchen und trockene Stellen lassen sie vermuten: Die Haut braucht Fett. Lipidreiche Cremes kleistern die Talgdrüsen aber zu. Ungünstig sind auch alkalische Seifen. Sie verschieben den pH-Wert der Haut in den neutralen Bereich, verstopfen die Poren und schaffen ein gutes Klima für aknefördernde Bakterien.
Nadja Katzenberger / Apotheken Umschau;
26.10.2010
Bildnachweis: ddp images GmbH/a-life/Maurizio Campiglio
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