Die häufigste Ursache für einen Achillessehnenriss ist nicht etwa die Gewalteinwirkung von außen, sondern eine plötzliche, starke Belastung bei vorgeschädigter Sehne – zum Beispiel durch Bewegungen, die das Sprunggelenk besonders beanspruchen. Sie kommen vor allem bei Sportarten vor, die schnelle Sprints, jähe Stopps und Richtungswechsel erfordern, wie Tennis oder Fußball. Risse entstehen aber auch bei völlig untrainierten Personen vor, die ihre Sehnen plötzlich überfordern – die zum Beispiel bei "gelb" noch schnell über die Straße rennen wollen.
Risse an völlig gesunden Achillessehnen sind extrem selten. Ist die Sehne ohne jeden Vorschaden, bricht bei einem entsprechenden Unfall noch eher ein Teil des Fersenbeins am Sehnenansatz aus, als dass die Sehne selbst zerreißt. Viel häufiger kommen Risse bei geschwächten, vorgeschädigten Sehnen vor, die durch anhaltende Reizungen und Entzündungen überbelastet wurden.
Manche Krankheiten können solche Reizungen im Bereich der Achillessehne fördern, zum Beispiel Arthrose, Gicht oder Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Daneben gibt es weitere Faktoren, die das Risiko einer Achillessehnen-Ruptur erhöhen: Fußfehlstellungen, ungeeignete Schuhe (speziell mit hochgeführten drückenden Fersenkappen), verkürzte Wadenmuskeln, mangelhaftes Aufwärmen vor dem Sport, wiederholte Überlastung beim Sport und generell höheres Lebensalter.
Ein zurückliegender Teilriss erhöht die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Ruptur. Ein hohes Risiko gehen auch völlig Untrainierte ein, die sich plötzlich mit einer Sportart befassen, bei der sie sich abrupt abstoßen müssen (zum Beispiel Hoch- oder Weitsprung).
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13.09.2005, aktualisiert am 06.06.2011
Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Ablestock
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